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"Ich hab’ Legasthenie oder Dyskalkulie – na und?!" Diese provokante Aussage steht hinter dem knapp zweiminütigen Trailer des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Die Produktionsfirma drehbewegung hat den Film an zwei Drehtagen und fünf Locations rund um den Starnberger See und München realisiert. Fünf Jugendliche, die von Legasthenie bzw. Dyskalkulie betroffen sind, werden episodisch in einzelnen Situationen vorgestellt, in denen sie ihren Hobbys nachgehen und sich glücklich fühlen. In einem bundesweiten Casting wurden die Laiendarsteller (zwischen 14 und 17 Jahren alt) ausgewählt. Ausschlaggebend war dabei – neben der Spielfreude – die Bereitschaft, zu ihrer Legasthenie oder Dyskalkulie zu stehen und sie durch den Film öffentlich zu machen. Es wurden bewusst die Stärken der betroffenen Jugendlichen in den Mittelpunkt gestellt, denn Menschen sollten nicht an ihren Schwächen fest gemacht werden. Dies ist auch die Botschaft das Trailers: Macht was aus euren Stärken! Das 7-köpfige Produktions-Team (Produzent: Jan Heinemann, Regie: Tina Sczygiel, Kamera: Florian Langanke, Executive Producer: Nina Wiech) drehte mit der Spiegelreflexkamera Canon D5 und konnte mit dem speziellen Look die Intensität einzelner Momente besonders gut herausarbeiten. Parallel zum Filmdreh entstanden kurze Interviews, in denen die Jugendlichen offen über ihren manchmal schwierigen Alltag, ihre Hoffnungen und Träume reden. Hintergrundinformationen zum Thema: 8 Millionen Menschen in Deutschland sind von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Die betroffenen Menschen sind genauso begabt wie andere Menschen auch, dennoch werden sie leider häufig diskriminiert und erhalten keine Chancengleichheit. Jugendliche, die betroffen sind, sollten nicht in der Schule „aussortiert“ werden, denn sie haben ein Anrecht auf einen begabungs- gerechten Schulabschluss und eine Ausbildung. Die Bildungspolitik muss dafür Sorge tragen, dass Nachteilsausgleiche selbst- verständlich werden und die betroffenen Jugendlichen ihre Begabungen frei entfalten können. Mehr Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft ist notwendig, um ihnen die Wege in eine erfolgreiche Zukunft zu ebnen. |